BurnOut

Wer kennt das nicht, dieses Gefühl, ständig auf der Stelle zu treten, in einem Hamsterrad zu sein oder sich selbst zu überfordern. Wer an sich selbst und/oder andere zu hohe Ansprüche stellt, sich selbst zu viel zumutet oder das berühmte Wort „Nein“ nicht über die Lippen bekommt, stößt irgendwann an seine Grenzen – und landet im schlechtesten Fall in einem BurnOut. Erste Alarmzeichen für diese ernste Krankheit kann ich selbst erkennen, wenn ich mir selbst gegenüber ehrlich bin und feststelle, dass ich meine persönliche Messlatte in dem einen oder anderen Fall zu hochgelegt oder unerreichbare Ziele gesetzt habe. In der Fastenzeit habe ich die Möglichkeit, über meinen eigenen BurnOut nachzudenken: Wo stoße ich an meine Grenzen? Wo mute ich mir zu viel zu? Wo sage ich „Ja“, obwohl ich lieber „Nein“ sagen würde? Nutze ich die Fastenzeit, Tempo aus meinem Leben herauszunehmen und mich neu zu justieren? Nur so kann ich überprüfen, wo ich mich selbst „verbrenne“ und wo ich mich „verbrennen“ lasse.
Noch ist Zeit – Zeit bis Ostern, um mich selbst zu hinterfrage, meine eigenen Weichen neu zu stellen – und mich dabei auch von der Bibel und von Gott inspirieren zu lassen. Und vor allem: ich sollte diese Zeit bewusst einplanen, aber ohne überhöhten Anspruch an mich selbst.
Patrizia Magin
Jubel, Trubel, Heiterkeit ... und dann?

Bis Mitte Februar befinden wir uns noch in der sogenannten 5. Jahreszeit: im Fernsehen werden Faschingssendungen gezeigt, auf Plakaten lesen wir von Faschingsveranstaltungen in unserer unmittelbaren Umgebung … aber dann … ist Mitte Februar Aschermittwoch und die Fastenzeit beginnt.
Die Zeit, in der wir uns auf unser Leben und auf unseren Glauben besinnen sollen. Aber nutzen wir diese Zeit dazu? Oder verbringen wir die Zeit wie alle anderen Zeiten im Jahr, vielleicht mit ein paar Einschränkungen, wie z. B. keinen Alkohol trinken oder auf Süßigkeiten verzichten. Aber ist das alles? Macht es nicht mehr Sinn, auch mal auf mein Inneres zu hören, mir ganz bewusst Zeit für das Gebet, das Gespräch mit Gott, das Nachdenken über meinen Glauben zu nehmen?
Es gibt viele Angebote dazu: Exerzitien im Alltag, die Aktion „7 Wochen ohne …“, Fastenzeitkalender online oder in gedruckter Form u. v. m. Aber auch ohne konkrete Angebote kann ich selbst etwas dazu tun, die Fastenzeit als Unterbrechung im Alltagstrott zu sehen – und ganz bewusst mein (Glaubens-)leben aufzuräumen. Ein Versuch ist es allemal wert!
Patrizia Magin
Siehe, ich mache alles neu (Offb 21,5)

Vor wenigen Tagen haben wir den Jahreswechsel von 2025 nach 2026 gefeiert – manche laut mit vielen Böllern, manche leise und zurückgezogen.
Wieder einmal stellt sich die Frage: was wird das Neue Jahr bringen? Welche Herausforderungen warten auf mich; was wird es an Gutem, aber auch an Schlechtem geben?
In diese Fragen hinein und passend zum Jahreswechsel spricht Gott seine Zusage an uns Menschen „Siehe, ich mache alles neu!“ Welche eine mutmachende Zusage, oder?
Gleichgültig, was passiert – Gott ist immer da und hält mich, hält uns alle in seiner Hand. Er ermöglicht Tag für Tag einen Neuanfang für uns – er macht Tag für Tag alles neu. Ich selbst brauche nur eines dazu: Vertrauen. Sollte das nicht der beste Vorsatz für das Neue Jahr sein?
Patrizia Magin