Montag, 16. Februar 2026
Verlegung einer Stolperschwelle zur Erinnerung an die deportierten Ostjuden am 28. Oktober 1938
Montag, 23. Februar 2026, 9:00 Uhr, Hans-Klüber-Platz (zwischen Philharmonie und Klangreich)
Herzliche Einladung zur Verlegung der ersten Stolperschwelle in Ludwigshafen am Rhein ein, die an die ehemalige ostjüdische Gemeinde erinnert.
Diese Gedenkveranstaltung findet am Montag, 23. Februar 2026, um 9:00 Uhr statt. Der Künstler Gunter Demnig wird anwesend sein, um die Stolperschwelle zu verlegen.
Veranstaltungsort:
Hans-Klüber-Platz, zwischen Philharmonie und Klangreich,
67059 Ludwigshafen
Die Inschrift der Stolperschwelle lautet:
HIER STAND DIE
OSTJÜDISCHE SYNAGOGE
1938: DIE 'POLENAKTION'
MEHR ALS 160 MITGLIEDER DER GEMEINDE MIT POLNISCHER STAATSANGEHÖRIGKEIT
WERDEN AUS DEM DEUTSCHEN REICH AUSGEWIESEN UND ÜBER DIE DEUTSCH-POLNISCHE GRENZE GETRIEBEN
VIELE VON IHNEN WERDEN SPÄTER ERMORDET
Die sogenannte Polenaktion 1938 war ein Teil der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, die sich gegen jüdische Menschen mit polnischer Staatsangehörigkeit richtete. Im Oktober 1938 wurden mehr als 17.000 Juden aus Deutschland ausgewiesen und über die deutsch-polnische Grenze getrieben. Diese Aktion war nicht nur eine brutale Vertreibung, sondern führte auch zu einer systematischen Entrechtung und Verfolgung der Betroffenen. Viele von ihnen fanden in Polen keinen sicheren Hafen und wurden später Opfer des Holocaust.
Die Stolperschwelle ist ein wichtiges Zeichen des Gedenkens an die mehr als 160 Menschen, die während dieser tragischen Ereignisse aus Ludwigshafen vertrieben wurden.
Der Verein Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V. hat seit 2007 bereits mehr als 380 Stolpersteine in Ludwigshafen verlegt. Eine Stolperschwelle befindet sich vor dem Info-Center der BASF, um an die Tausenden von Zwangsarbeitern zu erinnern, die während des Zweiten Weltkriegs in der Region litten. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit Studierenden der Universität Mannheim sowie Schülerinnen und Schülern des Carl-Bosch-Gymnasiums Ludwigshafen durchgeführt.
