Sonntag, 08. Februar 2026

Aller gute Dinge sind 3 ...

Verabschiedung von Diakon Hubert Münchmeyer

Mit diesen Worten begann Pfarreiratsvorsitzender Jörg Neubauer seine Laudatio nach dem Gottesdienst am 1. Februar 2026. Ein ganz gewöhnlicher Gottesdienst? Nein! Denn in diesem Gottesdienst wurde Diakon Hubert Münchmeyer nun "endgültig" in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die erste Verabschiedung erfolgte im Jahr 2020, damals wegen Corona wenig Aufsehen erregend. Die darauf folgende offizielle Verabschiedung fand dann 2022 während der Reunion an Fronleichnam statt. 

Doch dann kam alles anders ... als der ehemalige Pfarrer Alban Meißner erkrankte, war Diakon Hubert Münchmeyer sofort bereit, wieder in die Bresche zu springen. Offiziell mit 4 Wochenstunden - da er aber mit Leib und Seele Seelsorger ist und es als seine Pflicht sah, dazusein, wurden aus diesen 4 Wochenstunden gut und gerne mal mindestens 40.

In der sehr gut besuchten Kirche Herz Jesu begrüßte Pater Ralf Klein SJ die Anwesenden und verwies gleich zu Beginn des Gottesdienstes darauf, dass es gitl, Dank zu sagen, insbesondere für Diakon Hubert Münchmeyer. In seiner Predigt ging Diakon Hubert Münchmeyer mit Blick auf das gehörte Evangelium darauf ein, dass jeder Mensch den eigenen Platz im Leben finden muss. Das Tagesevangelium (Mt 5,1-12a) lässt sich auf Ludwigshafen übertragen, mit allen Problemen und auch sozialen Brennpunkten. In den Seligpreisungen heißt es "Selig, die arm sind" - armselig heißt aber nicht: hässlich, klein oder mickrig, sondern Armut soll selig machen. Armut hat vor Gott eine besondere Bedeutung - dabei geht es jedoch nicht um Geld, sondern um die eigene Haltung. Wir müssen uns bewusst machen, dass wir Menschen nicht alles können, sondern begrenzt sind. Die Seligpreisungen zeigen einen Rahmen auf für das, was uns umtreibt - und idealerweise antreibt in unserem Tun. Seine Predigt beendete Diakon Hubert Münchmeyer mit einem Gedanken von Michel Quoist (1921 - 1997) über einen Ziegelstein. Egal an welchem Ort eines Bauwerks sich ein Ziegelstein befindet, er tut an der Stelle, an der er sich befindet, seinen Dienst.

Jörg Neubauer erinnerte in seiner Laudatio an das Jahr 2004 - das Jahr, an dem Diakon Hubert Münchmeyer mit seiner Frau und den vier gemeinsamen Kindern sowie einem Hund in das Pfarrhaus von Herz Jesu einzog. Was würde die damalige Pfarrei wohl erwarten? Letztendlich war es ein gestandener Mann, der Herz Jesu und dann mittlerweile alle zur Pfarrei Hll. Petrus und Paulus gehörenden Gemeinden St. Ludwig, Hl. Geist und St. Sebastian als Seelsorger treu begleitete, und dies in allen "Lebenslagen" - sei es an Fasching, bei der DPSG, beim KDFB, aber auch im Gespräch mit den Menschen. Caritas und Arbeit im Sozialraum wurde von Diakon Hubert Münchmeyer verstanden und gelebt. Zum Abschied erhielt Diakon Hubert Münchmeyer

- einen Schlüssel als Symbol, dass er immer eigenständig bei uns sein darf
- eine Flasche Wein als Zeichen, dass im Leben manches im alter eher besser wird
- Brot und Salz für weiteres Willkommen bei uns
- ein kleines Buch über die Krippe von Herz Jesu mit Bildern

In diesem Buch ist auch der Hirte Habakuk verewigt. Diese Figur wurde von Diakon Hubert Münchmeyer immer als einen vom Leben gezeichneten Menschen mit kritischem, aber liebendem Blick beschrieben. Jörg Neubauer sieht in dieser Figur seit Jahren immer mehr unseren "Hubert" - das wird vielen in der Erinnerung wohl künftig auch so gehen.

Im Anschluss an Gottesdienst und Laudatio fand in der Unterkirche ein Empfang statt, bei dem weitere Grußworte gesprochen wurden - dies zunächst von Pfarradmini-strator Pater Ralf Klein SJ, der betonte, wie wohltuend die Einführung seiner selbst in die Pfarrei war - auch durch die Unterstützung von Diakon Hubert Münchmeyer. Ortsvorsteher Christoph Heller, GA-Vorsitzender (St. Ludwig) Rolf Deigentasch und GA-Vorsitzende (St. Sebastian) Roswitha Göbel komplettierten die Grußworte.

Abschließend bedankte sich Diakon Hubert Münchmeyer bei allen Anwesenden, insbesondere jedoch bei seiner Familie, die ihn stets unterstützte. Dank gilt es auch Sabine Jann und ihrem Team für die Gestaltung des Empfangs zu sagen!

Patrizia Magin / Bilder: Andreas Massion